Die Story zum Bild

Foto: Thede Valentin

Über die Anfrage zu einem Interview für das BUNDmagazin (Heft 2/2016) habe ich mich sehr gefreut. Zu erzählen gibt es eine Menge. Ein Rückblick auf das Jahr des Bodens und die europäische Initiative people4soil sind nur zwei Beispiele. Ein Interviewtermin ist schnell gefunden, doch dann ist da noch die Sache mit dem Foto. Meine Vorstellung ist es, dass neben einem Portrait von mir auch noch der Boden zu sehen sein soll. Es ist gar nicht so leicht, dies in einem Bild einzufangen...Nach verschiedenen Versuchen mit landwirtschaftlich genutzten Flächen und Waldböden ist es nun ein Foto in einem Gebiet mit aktiven Torfabbau geworden. Das Foto ist zwischen Oldenburg und Bad Zwischenahn in Niedersachsen, einem der moorreichsten Bundesländer, entstanden. Hier sind mittlerweile mehr als ein Viertel aller Hochmoorflächen dem Torfabbau zum Opfer gefallen. Intakte Moore stellen einen wichtigen Kohlenstoffspeicher dar. Der BUND setzt sich seit langem für die Erhaltung und Renaturierung von Mooren und für torffreies Gärtnern ein. Lesen Sie hier mehr zum Moorschutz im BUND.

Im Interview habe ich verschiedene Aktivitäten und Initiativen angesprochen. Hier finden Sie die entsprechenden Links zum Weiterlesen:

  • Verbändeforderungen für einen EU-weiten Bodenschutz anlässlich des ersten Treffens der Soil Expert Group der EU-Kommission, das am 19. Oktober 2015 stattfand:
    Zehn Forderungen für eine EU-weite Bodenschutzpolitik (deutsch)
    Ten key points for an EU-wide soil protection policy (english)
  • Bodenatlas: Zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam, der Le Monde Diplomatique und unter Beteiligung des Arbeitskreises Bodenschutz | Altlasten hat der BUND die erste Ausgabe des "Bodenatlas 2015" mit Daten, Grafiken und Fakten über die Bedeutung, die Nutzung und den Zustand von Land, Böden und Agrarflächen in Deutschland, Europa und weltweit veröffentlicht:
    Bodenatlas 2015 [pdf]
    Soil Atlas 2015, english version [pdf], expanded edition
  • BodenWertSchätzen: Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hat gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Internationalen Jahr des Bodens 2015 den Wettbewerb „BodenWertSchätzen“ initiiert. Hier wurden innovative Ansätze und Praxisbeispiele zur Förderung eines nachhaltigen Umgangs mit Böden ausgezeichnet. Mit in der Jury war BUND-Vorsitzender Hubert Weiger.
    www.bodenwertschaetzen.de
  • people4soil ist ein freies und offenes Netz von europäischen NGOs, Forschungsinstituten und Umweltschutzgruppen. Auch der BUND ist Mitglied in diesem Netzwerk. Wir machen uns Sorgen wegen der wachsenden Verschmutzung der Böden sowohl in der EU als auch auf globaler Ebene: Erosion, Versiegelung, Verluste organischer Substanzen, Verdichtung, Versalzung, Erdrutsche, Überschwemmungen und Verunreinigung haben negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, auf die Ernährungssicherheit, auf die natürlichen Ökosysteme, auf die Biodiversität und das Klima. Für 2016 plant das Netzwerk eine Europäische Bürgerinitiative für verbindliche Regelungen zum Schutz des Bodens in Europa.
    www.people4soil.eu

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre und freue mich über Ihr Engagement in Sachen Bodenschutz!

Ingo Valentin

people4soil

Der BUND ist Mitglied bei people4soil, dem Netzwerk von europäischen NGOs, Forschungsinstituten und Umweltschutzgruppen. Wir machen uns Sorgen wegen der wachsenden Verschmutzung der Böden sowohl in der EU als auch auf globaler Ebene: Erosion, Versiegelung, Verluste organischer Substanzen, Verdichtung, Versalzung, Erdrutsche, Überschwemmungen und Verunreinigung haben negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, auf die Ernährungssicherheit, auf die natürlichen Ökosysteme, auf die Biodiversität und das Klima. Wir wollen auf die europäischen Institutionen Druck machen, damit spezifische Gesetzte für den Bodenschutz eingeführt werden, sodass Prinzipien und Regelungen für alle EU-Mitgliedstaaten festgesetzt werden. Wir wollen, dass Europa den Boden zum Gemeingut für unser Leben erklärt und sich seine nachhaltige Verwaltung als eine primäre Verpflichtung vornimmt.

Boden. Grund zum Leben

Gemeinsam für den Boden: Das Boden-Netzwerk "Grund zum Leben" besteht aus ganz unterschiedlichen Organisationen, Institutionen und Vereinen. Alle setzen sich unabhängig auf ihre eigene Art und Weise für den Schutz und Erhalt von fruchtbaren Böden ein. Herangehensweise, Ansichten und Aktionsebene sind oft unterschiedlich, doch alle haben ein Ziel: die fruchtbaren Böden in Deutschland und weltweit zu erhalten – für Ernährungssicherung, Erhalt der Biodiversität und ein faires Miteinander. Seit kurzem ist nun auch der BUND Teil dieses Netzwerkes.
www.grund-zum-leben.de/

Verbändeforderungen für einen EU-weiten Bodenschutz

Anlässlich des ersten Treffens der Soil Expert Group der EU-Kommission, das am 19. Oktober 2015 stattfindet, fordert ein Zusammenschluss aus Verbänden die Europäische Union dazu auf, eine ambitionierte EU-weite Bodenschutzpolitik zu entwickeln.

Der Deutsche Naturschutzring, Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzverbände, hat gemeinsam mit dem Bundesverband Boden, der European Land and Soil Alliance, dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, dem Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg, den Naturfreunden Deutschlands, dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen, der Aktionsgemeinschaft Artenschutz und dem Bundesverband für Umweltberatung Forderungen zum Bodenschutz formuliert.

Nachdem die für das letzte Jahr geplante Bodenrahmenrichtlinie der EU-Kommission scheiterte, ist es an der Zeit für EU-weit verbindliche Gesetze zum Bodenschutz, denn nur wenige Mitgliedstaaten der Europäischen Union verfügen über nationale Bodenschutzgesetze. Boden ist eine der wichtigsten Ressourcen, die es zu schützen gilt.

Zehn Forderungen für eine EU-weite Bodenschutzpolitik (deutsch)
Ten key points for an EU-wide soil protection policy (english)

Down to earth - Der Boden, von dem wir leben: Zum Zustand der Böden in Europas Landwirtschaft

Etwa 970 Millionen Tonnen fruchtbarer Boden gehen der EU jedes Jahr durch Erosion unwiederbringlich verloren. Immer mehr Böden erleiden einen regelrechten „Burn-out“ ihrer Bodenfruchtbarkeit. Besorgniserregende Fakten, die die Agrarwissenschaftlerin und Co-Autorin des Bodenatlas, Dr. Andrea Beste, aus einer Vielzahl von Forschungsprojekten zum Zustand der Böden in Europa zusammen getragen hat.

In der vorliegenden Publikation zeigt sie die Ursachen dieser Entwicklung auf. Zugleich erläutert sie, welche Therapie Europas Böden dringend benötigen, um sich wieder zu erholen und fit für die Extremwetterereignisse zu werden, die im Zuge des Klimawandels drohen.

An die Politik appelliert sie, dem Boden als unsere Lebensgrundlage endlich besseren Schutz zu gewähren, z. B. durch die Umsetzung der von Deutschland ausgebremsten EU-Bodenschutzrichtlinie, eine deutlich ressourcenschonendere Agrarpolitik sowie die Förderung von Ausbildungs- und Beratungsprogrammen. Bei allem Verständnis für die Nöte der Landwirte, die in Produktions- und Produktivitätssteigerungen oft ihre einzige Chance zur eigenen Existenzsicherung sehen, stünden aber auch sie in der Pflicht, Böden nicht weiter zu übernutzen und zu lange bekannten nachhaltigeren Anbautechniken zurückzukehren.

Download der Studie hier

Wettbewerb BodenWertSchätzen

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) veranstaltet gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) im Internationalen Jahr des Bodens 2015 den Wettbewerb „BodenWertSchätzen“, in dem innovative Ansätze und Praxisbeispiele zur Förderung eines nachhaltigen Umgangs mit Boden ausgezeichnet werden. Mit in der Jury ist BUND-Vorsitzender Hubert Weiger. Teilnehmen können landwirtschaftliche Betriebe und Institutionen, Kommunen, Schulen, Einrichtungen des Naturschutzes und viele andere, die sich mit dem Thema Boden auseinandersetzen. Weiterführende Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.bodenwertschaetzen.de

BUND-Arbeitskreis Bodenschutz | Altlasten

Bodenschutz, Foto: Ingo Valentin

Unser Arbeitskreis möchte das Bewusstsein für Boden als wertvolles Gut stärken. Dies bildet eine der wesentlichen Voraussetzungen für den sparsamen und schonenden Umgang mit der begrenzten Ressource "Boden". Nur so kann Boden wirkungsvoll geschützt werden. Wir bringen daher Themen des Bodenschutzes und der Altlastensanierung in die öffentliche Diskussion ein und nehmen beharrlich Einfluss auf die entsprechende Gesetzgebung. Mehr...



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Bodenatlas 2015

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